Schon die alten Römer entwickelten Techniken, um ihre Thermen und Badeanstalten zu beheizen. Sie nutzen heiße Luft, die sie unterirdisch durch Tunnelverzeigungen leiteten, um die Räume dort zu erwärmen. Rückblickend ist dies bereits eine sehr umweltfreundliche Methode, aber natürlich im heutigen Hausbauwesen nicht mehr praktikabel.
Vom Lagerfeuer zum Bollerofen
Die wohl älteste Methode, um Wärme zu erzeugen, ist das Feuer. So heizte man sehr lange mit Feuerstellen in den Gebäuden, etwa zu vergleichen mit unserem Kamin. Im Laufe der Zeit entwickelten sich dann Heizmethoden wie Ofen und Kamine, um vereinzelte Wohnräume zu wärmen. Kaum einer hätte es sich leisten können, ein ganzes Wohnhaus zu heizen, so standen Öfen meist in Wohnstuben und als Kochöfen in Küchen. Der Weg von der Warmwasserheizung, über Elektroheizungen bis hin zur Sole/Wasser Wärmepumpe ist also im Angesicht einer sehr langen Menschheitsgeschichte ohne Heizungssysteme, ein sehr schneller und kurzer.
Ursprünge der Warmwasserheizung
Der Schwede Marten Trifvald entwickelte 1716 die erste Warmwasserheizung, soweit heute bekannt. Sie diente jedoch nicht zur Beheizung eines Wohnhauses, sondern um ein Treibhaus zu erwärmen. Über 100 Jahre später, ab Mitte des 19. Jahrhunderts finden dann einige wohlhabende Bürger und Adelige an, sich Warmwasserheizungen in Ihre Wohnräume einbauen zu lassen. Nochmal etwa 50 Jahre später nahm die Warmwasserheizung dann auch endlich ihren Weg in private Wohngebäude.
Nutzen, was regional ist
Schon immer spielte bei der Wärmeerzeugung die Verfügbarkeit von Ressourcen eine elementare Rolle. So nutze man das, was zur Verfügung stand, weshalb im Ruhrgebiet deutlich mehr mit Kohle geheizt wurde, als in Gegenden, wo es viel Wald und somit Holz gab. Als es dann auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehäuft zu Ölkrisen und Kriegen um Öl kam, wurde klar, dass man sich wieder auf regionale Ressourcen fokussieren muss. Dabei jedoch nicht außer Acht lassen kann, welche ökologischen Folgen beispielsweise die Heizung mit Kohle hat.
Alternativen nutzen
Deshalb geht heute die Entwicklung des Heizungswesens in alternative Richtungen. Solar- und Windparks werden gebaut, wo viel Sonne oder Wind zur Verfügung stehen. An anderen Orten werden Umweltressourcen genutzt, die nicht endlich sind. So kann die Wärmepumpe mit Wärme aus Luft, Wasser oder Erdboden gesteigerte Temperaturen erzeugen. So speist die Wärmepumpe dann das Heizungs- und Warmwassersystem eines Hauses.
Bild: panthermedia.net Erwin Wodicka
Ähnliche Artikel:

Tags: 