Heutzutage dominieren Fertigprodukte die Küche. Doch sie machen nicht nur ungesund, sondern schmecken meist auch nicht so gut wie Gerichte aus frischen Zutaten. Immer mehr Menschen sehnen sich deshalb nach der Küche von früher zurück. Auch ohne Pulvertütchen für Soßen oder Kartoffelbrei lassen sich tolle Gerichte zaubern. Wir zeigen Ihnen, welche für heute typischen Gerichte vor 60 Jahren noch als exotisch galten und welche Speisen auf die Mittagstische des Nachkriegsdeutschlands serviert wurden. Auch wenn Sauerkraut heutzutage nicht mehr so häufig auf den Mittagstischen serviert wird, gelten wir Deutschen nicht ohne Grund als Sauerkrautnation. In den 50er Jahren war Eisbein und Kassler mit Sauerkraut eines der beliebtesten Gerichte der Deutschen.
Küchenzubehör früher und heute
Die Haushalte im Nachkriegsdeutschland mussten in der Regel sparen. Aus diesem Grund waren so elegante Küchenutensilien wie im Edenwebshops – Messer Shop nur selten in den deutschen Küchen zu sehen. Besteck und Kochzubehör in reinem Edelstahl konnten sich nur die Reichen leisten. Die Griffe des Bestecks waren deshalb häufig aus Holz. Backofen, Herd und Kühlschrank waren zudem die einzigen elektrischen Geräte in der Küche. Die Mikrowelle war damals völlig unbekannt. Außerdem wurde noch mit der Hand gespült. Doch ein wenig wurde der Hausfrau schon damals die Arbeit erleichtert. So hat die Geschichte der Windel in den 50er Jahren Ihren Ursprung. Statt die gebrauchten Babyhöschen dauernd zu waschen, konnten die Hausfrauen nun ihrem Babys Windeln umbinden.
Das perfekte Dinner in den 50er Jahren
Bei einem perfekten Dinner in den 50er Jahren wäre wohl kaum Robbie Williams auf einem MP3-Player gespielt worden, stattdessen gab es melancholische Gesänge von der Schallplatte zu hören. Frank Sinatra oder Elvis Presley waren damals der Hit. Zu einem köstlichen Gericht wurde bei einem romantischen Dinner ein edler Wein gereicht. Wie auch heute dürfe schon damals bei einem perfekten Dinner das Dessert nicht fehlen. Beliebte Süßspeisen der 50er Jahre sind Schwarzwälder Kirschtorte und kalte Schnauze.
Die Speisen im Nachkriegsdeutschland
In den 50er Jahren mussten die Mehrheit der Bevölkerung sparsam sein. Eintöpfe wurden deshalb besonders häufig zubereitet. Schließlich können so auch Reste gut verwertet werden. Besonders beliebt waren Erbsen- und Linseneintöpfe. Während heute ein Trend zum Vegetarismus zu entdecken ist, galt Fleisch früher noch als etwas sehr gesundes und kostbares. Schließlich enthält es viel Eiweiß und stärkt damit die Muskeln. Nichtvegetarier essen heutzutage fast jeden Tag Fleisch. Früher war dies anders. Die Menschen mussten sparen und deshalb gab es meist nur einmal in der Woche Fleischt zu essen. Der Sonntagsbraten galt damals als Essen der besonderen Art. Außerdem wurde damals viel schwerer und fettiger gekocht. So wurden oft gehärteten Fetten wie Palmin verwendet. Die Deutsche Küche hat sich stark gewandelt. Typische Gerichte in den 50er Jahren waren Eisbein mit Sauerkraut, Kohlrouladen und Eisbergsalat. Pizza und Spaghetti Bolognese galt damals noch als äußerst exotisch. Erst in den 60er Jahren als zahlreiche Gastarbeiter nach Deutschland kamen, etablierten sich die italienischen Gerichte.
Bild: Museum Neukirchen-Vluyn
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